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Messie Beratung

Betroffene des Messiesyndroms - Klienten

Text einer Klientin aus Süddeutschland:

...zu meinen Ängsten. Ja die Angst war mein ständiger Begleiter. Erst in diesem Jahr hab ich den Satz gehört, das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass sondern die Angst. Wie wahr und darunter fällt auch die Eigenliebe, man ist sich selbst nichts mehr wert, macht sich runter, ist Versager, stellt andere auf einen Sockel. Die Angst entdeckt zu werden. Manchmal war die Angst so stark dass ich krank geworden bin, ich konnte nicht mehr aufstehen, war von aller Kraft verlassen. Schon im August hatte ich Angst vor dem Januar, weil da die Heizungsablesung ist. Ich habe auf kein Klingeln mehr geöffnet. Die größte Panik, dass jemand in die Wohnung muss, z. B. wegen eines Wasserrohrbruchs. Aber auch, dass ich selbst jemand brauche. Ein paar Mal, heute sehe ich das als Mahnung, ist meine Klospülung immer weiter gelaufen. Nur mit abstellen des Kaltwasserhahnes hat es auf gehört, aber so kann man man weder abspülen, was ich ja dann auch irgendwann aufgehört hab, noch kann man Wäsche waschen. Doch aus irgendwelchen Gründen hat die Klospülung irgendwann wieder von selbst aufgehört zu laufen. Die Angst wurde ja immer größer und es wurde auch eine zeit lang ziemlich häufig geläutet an meiner Tür, was mich dann veranlasst hat, den Spion zuzukleben, damit man kein Licht sieht. Im letzten Winter bin ich oft im Dunkeln gesessen, damit man auch von draußen aus den Fenstern kein Licht sieht. Lange war ich ja nicht in meiner Wohnung "lebendig", denn ich hab mich ja innerhalb kürzester Zeit mit Wein vollgeschüttet. Meist hatte ich in der Zeit von 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr meinen Liter Wein intus, zum Schluss auch mehr, hab die Flasche auf den Berg um den Couchtisch "abgelegt" und bin dann ins Bett. An den Wochenenden hab ich mich Samstagsvormittag um meine Mutter gekümmert, bin einkaufen gefahren mit ihr, hab dann teilweise noch gekocht für sie und kam dann so gegen 14 Uhr bei mir an.

Da irgendwann die Ablagen auf der Küche und der Tisch vollgestellt (-müllt) waren, hab ich meinen Einkauf einfach auf den Boden gestellt und nicht ausgeräumt, somit vergammelte dann in den Taschen auf den Boden der Einkauf...Woche für Woche...

Danach hab ich mich dann auf die Couch oder an den PC gesetzt und angefangen zu trinken... Auch wenn ich meine Wohnung verlassen habe, hab ich zuerst mal nach draußen gehört, ob ich jemanden höre. Mit der Zeit wusste ich, wann meine Nachbarinnen das Haus verlassen. Mit der einen Nachbarin hatte ich mehr Kontakt und die hat dann irgendwann gemerkt, dass ich die Tür nicht aufmache, danach hat sie halt angerufen bei mir oder hat eine SMS geschrieben, wenn sie etwas wollte. Zum Schluss ging auch meine Wohnungstür schon lange nicht mehr ganz auf, ich musste mich durch einen Spalt drücken um raus und rein zu kommen.

Natürlich war auch der Gestank zu riechen, manchmal mehr manchmal weniger. Irgendwann hab ich angefangen, sämtliche künstlichen Spray's auszuprobieren. Ich hab tiefnachts, wenn keiner mehr wach war, die Haustür geöffnet und den Rahmen mit dem "Zeug" eingesprüht, damit der Gestank einigermaßen überdeckt war. Meine Arbeit ...hab ich nur geschafft, weil ich so viel Routine hatte und ich hoffe von ganzen Herzen, dass mir nie ein Fehler unterlaufen ist...

Wenn jemand angerufen hat, ob er vorbei kommen kann, hab ich sofort verneint mit irgendeinem fadenscheinigen Grund ...wenn man das jahrelang macht, fragt dann auch irgendwann keiner mehr. Ich hab ganz oft Verabredungen, Kino, Theater abgesagt, weil ich nicht aufstehen konnte, auch wegen dem Alkohol, da hatten dann ganz viele auch keine Lust mehr zu fragen, ob man mit ihnen was unternimmt.

Das war auch eines der ersten Sätze die Michael Schröter mir am Telefon gesagt hat, dass ein Grund für das Vermüllen die soziale Vereinsamung ist und da hatte er recht. Ich hatte einen Kreis an Freunden und Bekannten, nur sind fast alle innerhalb ein paar Jahren Eltern geworden und dann gehört man als Single nicht mehr dazu.

Ich gebe niemand die Schuld, das wäre ja Schwachsinn nur war es halt eines meiner Puzzleteile. Das ist auch etwas, was ich jetzt nach der Räumung wieder angegangen bin, soziale Kontakte wieder "auferstehen" zu lassen, mich wieder zu treffen und nicht abzusagen und es tut mir gut.


Text eines Klienten aus Bayern:

Meiner Wohnung geht es gut. Ich "wehre den Anfängen" wie Sie sagen. Ich hab die Wohnung geputzt und hebe jetzt jeden Fitzel auf. Ich bringe den Müll täglich runter und werde es nie wieder soweit kommen lassen. Der Kühlschrank ist außerdem leer und sogar geputzt. Ein neuer ist gekauft und wird morgen eingebaut. Außerdem habe ich ab nächste Woche eine Putzfrau die dafür sorgt das die Wohnung sauber bleibt.

Aber  danke noch mal das sie und ihr Team mir einen Start in ein neues Leben ermöglicht haben.

Die Lebensfreude habe ich dank ihnen jetzt wieder gewonnen. Ich freue mich jeden Tag nach Feierabend auf meine "neue" Wohnung und werde es niemals wieder dazu kommen lassen. Das was mich am meisten bestärkt hat war, als sie sagten das sie und ihr Team sagten, hier lohnt es sich zu entmüllen, der packt das jetzt!! Mehr Ansporn kann ein Messi nicht haben.

Nochmal tausend Dank und ich steh auf ewig in ihrer Schuld. 

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